Lymphdrainage ::
Patienteninformation – Manuelle Lymphdrainage:
Ihr Körper leitet Wundheilungsphasen ein. Es entsteht ein Wundödem, das
grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil der Heilung ist. Blutkapillaren haben
naturgemäß kleine Öffnungen durch die dauernd Flüssigkeit, angereichert
mit verschiedensten Nährstoffen und Sauerstoff, ins umgebende Zellgewebe
filtriert wird. Diese Kapillaröffnungen werden nun erweitert, damit heilungs-
fördernde Botenstoffe, Interferone und Leukozyten zur Wunde einwandern
können. Gewebsteile, Zelltrümmer und Bakterien werden zerlegt und das
Lymphsystem hat die Aufgabe diese, mit dem entstandenen Ödem, wieder
abzutransportieren. Danach sprießen neue Blutgefäße ein und Granulations-
gewebe beginnt den Wundgrund zu füllen. Die Blutkapillaren bleiben weiterhin noch weit gestellt, um das neue Gewebe besonders effektiv mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Schlussendlich werden kollagene Fasern gebildet, die dann das Narbengewebe entstehen lassen. Diese Abläufe sind, da es dem Körper „technisch“ nicht anders möglich ist, mit einer starken Flüssigkeitsausschwemmung ins Gewebe begleitet, die oft als sehr belastend und einschränkend empfunden wird.
Warum nun Lymphdrainage?
Lymphdrainage bewirkt eine Steigerung der Lymphmotorik. Lymphgefäße
pumpen in Folge schneller und effektiver und nehmen dabei mehr Flüssigkeit
und Zellabbauprodukte auf. Das Gewebe wird entlastet, Hämatome werden
schneller abgebaut und Narben unter Umständen sogar feiner, da die Prallheit des Gewebes und der dadurch entstehende Dehnreiz, wegfallen.

